Interview

Interview mit dem Jugendmagazin one h im Dezember 2010.

Hallo Ihr drei. Ihr seid also die Köpfe der Tanzkommune und des Glücklich Clubs.
Was ist das denn überhaupt die Tanzkommune?

Jockl:
Die Tanzkommune war ursprünglich eine nonprofit Internetplattform auf der sich DJs aus der Region, die sich mit elektronischer Musik beschäftigen, zum Interessenaustausch zusammengefunden haben. Gegründet wurde sie von Markus und mir.

Markus :
Nachdem wir schon lange Jahre als DJs in anderen Musikrichtungen unterwegs waren und irgendwann auf elektronische Musik umgeschwenkt sind, stellten wir fest, dass wir zwar in verschiedenen anderen Städten in Süddeutschland gebucht wurden, es allerdings in Landsberg kaum Möglichkeiten gab elektronische Musik zu hören. Damals fingen wir an Parties zu organisieren, auf denen elektronische und Musik gespielt wurde. Um die Parties finanziell und bei den Behörden ordentlich abwickeln zu können gründeten wir auf Basis unseres Internetprojekts die Veranstaltungsagentur Tanzkommune. Damals noch mit einem anderen dritten Partner.

Seit nunmehr 2 Jahren ist nun mit Oggy ein gelernter Veranstaltungskaufmann und DJ aus dem Indie-Rock-Ska Bereich mit an Board.

Wie seid ihr dann auf das Glücklich gekommen?

Jockl:
Da wir schon seit ewigen Zeiten als DJs durch die Lande gezogen sind, kannten wir den Landsberger Gastronom Christian Greinwald, der damals hinter seinem Restaurant Libre, in den Räumen des alten Spektakulums einen neuen Club aufmachen wollte. Er fragte uns ob wir in diesem Projekt exklusiv alle Veranstaltungen organisieren und durchführen wollen. Nach einigen Parties planten und bauten wir dann im Sommer 2008 zusammen mit Christian den damaligen Libre Club zum Glücklich Club um. Dabei konnten wir Ideen die wir so über die Jahre gesammelt hatten in diesem Club verwirklichen.

Welches Konzept steht denn dann hinter dem Glücklich?

Oggy:
Wir wollen mit dem Glücklich Club den Landsbergern einen Club bieten, in dem man abseits des Mainstreams zu moderner urbaner Musik feiern gehen kann. Dabei wollen wir uns sowohl bei der Musik als auch bei den Getränken, um die sich Christian und das Libre Team kümmern, von dem allgemeinen Trend zur Einheitsradiomusik und Kampfsaufen mit billigst Getränken abheben. Ziel ist es auch, für „unsere“ Art von Musik, für lokale und überregionale Nachwuchstalente, sowie für bekannte DJs und Musiker eine Plattform zu bieten. Dabei rückt neben der musikalischen immer mehr auch die Verbindung zur Videokunst in den Mittelpunkt. Wir arbeiten inzwischen mit 5 Beamern und 12 Projektionsflächen die im Club verteilt sind. Ich glaube man merkt einfach, dass das alles was wir hier machen aus unserem Herzen kommt und aus der Leidenschaft zu unsere Musik entstanden ist.

Macht Ihr das alles hauptberuflich?

Markus:
Nein, nein, das würde nicht funktionieren und war auch nie der Plan. Wir machen das alles nebenher, quasi als Hobby aus Leidenschaft. Oggy ist als selbständiger Veranstaltungskaufmann als Booker für Verschieden Clubs und Organisationen wie die Augsburger Kantine und das Münchener „Oben Ohne Festival“ tätig. Jockl arbeitet in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung der Lebenshilfe und ich besitze eine kleine Werbeagentur in Landsberg.

Legt ihr denn noch selbst auf?

Alle:
Logo! Wann und wo immer wir gebraucht werden (Gelächter)! Das ist doch das Salz in der Suppe!

Gibt’s ne Möglichkeit für junge DJs aus der Region mal bei Euch aufzulegen?

Oggy:
Klar die gibt prinzipiell schon. Einfach mal ein Demo oder einen Link zu nem Upload mit dem eigenen Sound zu uns schicken. Wir hören es uns an und entscheiden dann. Besonders suchen wir gerade Leute die ihren eigenen elektronischen Sound produzieren.

Wir danken Euch für dieses Interview.